Gründung
Köln-Heumar 24. Oktober 2007
Zum Festakt der Stiftungsgründung gab der Stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Mathias
Ingendahl eine kurze Ansprache an die geladenen Gäste. Hier ein kleiner Auszug aus seiner Rede sowie
bildliche Eindrücke eines gelungenen Abends.
"Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Gründung dieser Stiftung bedeutet Bewährtes zu erhalten, zu sichern, aber auch auf den Wandel ausrichten. Was ist zu sichern oder zu erhalten? Zunächst geht es um die Kindertagesstätte St. Cornelius am Moosweg, die an dieser Stelle seit 50 Jahren Kinder aus unseren Familien ins Leben führt; sie ist die Stätte, die die erste Trennung von Kind und Eltern begleitet, sie führt aber auch hin auf das Danach.
Das Hinführen auf das Danach ist kein freischwebender Selbstzweck, es geschieht im Rahmen einer christlich, ja katholischen Werteorientierung und Pädagogik, die wiederum im Kontext zum gesetzlichen Auftrag steht. Damit ist und bleibt diese Kindertagesstätte ein unverzichtbares Glied zwischen Elternhaus, Kirche und dem sozialgefüge Staat! Als weiteres sichert die Stiftung den Fortbestand des Pfarrheimes von St. Cornelius!
In dieser Einrichtung fühlen sich ca. 36 verschiedene Gruppen zuhause, ob da sind die drei
Krabbelgruppen, die Basarfrauen, der Kirchenchor, die Messdiener und Messdienerinnen, die Caritas, die
Nachhilfe für Schüler und Schülerinnen, die Jugend, die Senioren und viele andere mehr.
Dieses alles, meine sehr verehrten Damen und Herren, hätte in Kürze sein Ende gefunden, da das
Erzbistum Köln, aufgrund von Sparzwängen in allen Bereichen seiner pastoralen wie organisatorischen
Aufgaben, Einsparungen von ca. 90 Mio. € vornehmen muss!
Dieser Fakt hätte für Rath-Heumar den Wegfall einer Kindertagesstätte und das Schließen eines
Pfarrheimes, konkret in St. Cornelius erfordert!"…

…"Warum dann die Stiftung!?
Meine verehrte Damen und Herren, ja warum? Diese Fragestellung hat den Kirchenvorstand lange und
kontrovers beschäftigt; im Ergebnis jedoch Eindeutig zur Bejahung einer Stiftungsgründung geführt. Die
Begründung liegt darin, dass bei einer Übertragung oder Schließung der Kindertagesstätte eine Kette
unterbrochen worden wäre. Eine Kette von den Krabbelgruppen im Pfarrheim zur Kindertagesstätte, von
dieser zur kath. Gemeinschaftsgrundschule St. Cornelius an der Forststraße, zu den jungen Familien und
den vielen weiterführenden kirchlichen Gruppierungen der Kirchengemeinde sowie den örtlichen
Gruppierungen und Initiativen."…
… "Meine Damen und Herren, die Bürgerstiftung „St. Cornelius Heumar“ stellt sich dem Wandel in den
christlichen Kirchen, im Staat wie auch in der Gesellschaft, damit Kinder und Jugendliche, Familien und
Senioren, Alleinstehende und Migranten rund um den Kirchturm von St. Cornelius auch weiterhin Orte der Begleitung, der Begegnung, des Erlebens von gemeinsam getragener Verantwortung erhalten bleiben, die
nach innen wie nach außen gerichtet sind.
Zum Schluss, meine Damen und Herren, möchte ich allen die zum Werden der Stiftung beigetragen haben
recht herzlich danken, sei dieses durch ihre Verantwortung, die sie als Vorgänger des jetzigen
Kirchenvorstandes getragen haben, besonders durch ihr kluges Verhalten hinsichtlich der Finanzen dieser
Kirchengemeinde oder sei es durch die faire Auseinandersetzung in der Sache, die uns besonders im
Generalvikariat des Erzbistums Köln widerfahren ist. Gleichwohl sagen wir dank der Sparkasse Köln/Bonn,
die uns auf dem Weg des Werdens begleitet und auch weiterhin begleiten wird. Mein Dank gilt auch den
Mitgliedern des amtierenden Kirchenvorstandes, die alle auf ihre Weise in der Sache, und zwar nach der
Entscheidung, nicht von der Idee abließen und damit die Idee zur Wirklichkeit führten.
Dem bereits bezeichneten Vorstand der Stiftung und dem Kuratorium mit seinen feststehenden und noch
angedachten Mitgliedern wünsche ich für ihre Aufgabe viel Erfolg und Gottes Segen!"
(Mathias Ingendahl, stellvert. Vorsitzende des Kirchenvorstandes St. Cornelius)