Unser pädagogisches Konzept

Unser pädagogisches Konzept zielt darauf ab, Kinder zu stärken und zu fördern, indem wir sie durch Bewegung, Musik und Sprache unterstützen und begleiten. Wir legen auch großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und das Erleben von gemeinsamen Erfahrungen.

Pädagogischer Grundgedanke

Grundlegend für die Arbeit mit dem Kind ist es, dem Kind und seiner Familie Geborgenheit, Schutz und Orientierung als Rahmenbedingung anzubieten. Das Kind bringt schon eine Vielzahl von Fähigkeiten mit, welche es während seiner Kindergartenzeit zunehmend entwickelt und erweitert und somit zu einem Individuum heranwächst, welches zunehmend fähig wird, einen Teil seines Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Die pädagogischen Grundgedanken sind, es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln in seiner Entwicklung zu unterstützen und zu einem gesunden Selbstbewusstsein und größtmöglicher Selbständigkeit zu verhelfen. Emotionale Kompetenz und schöpferische Kräfte und Interessen werden individuell gefördert und das Grundwissen über den Körper vermittelt. Dazu gehören: das Kind ernst nehmen, dem Kind etwas zutrauen, das Kind an Planungen von Prozessen und Abläufen partizipieren lassen, Anregungen und Sicherheit geben, Zeit und Raum für Phantasie, Kreativität und Experimentieren einräumen, Raum für Bewegung und Freiheit schaffen, Gefühlen Raum geben, Sprache entwickeln, mit der Schöpfung vertraut machen, Regeln und Konsequenzen anerkennen und akzeptieren, Verantwortung für sich selbst und füreinander übernehmen, realistische Selbsteinschätzung ermöglichen und Enttäuschungen verkraften lernen. Die feste Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und deren Bezugspersonen erleichtern dem jüngeren Kind die Eingewöhnungsphase. Sie bieten Sicherheit und stärken das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Das ist die Grundlage dafür, dass das Kind seinen Platz in der Gruppe findet. Dem älteren Kind wird die Öffnung für neue Eindrücke ermöglicht. Es geht gestärkt und selbstbewusst in Gruppenübergreifende Projekte, besucht gerne andere Gruppen und sammelt angstfrei neue Erfahrungen. Innerhalb der Kindergartenzeit werden somit alle Kinder entsprechend ihren Entwicklungsbedingten Möglichkeiten im Hinblick auf die Einschulung gefördert. Dem Team unserer Einrichtung ist es auch wichtig, den Kindern ganzheitlich die naturwissenschaftliche – musische Ebene zu eröffnen: – mit den Kindern gemeinsam Dinge erforschen, Erfahrungsräume schaffen und somit das Wissen der Kinder bereichern. Die vorteilhaften Rahmenbedingungen der Räumlichkeiten und des Außengeländes bieten grundlegende Faktoren. So wird den Kindern altersentsprechend eine aktive kreative Auseinandersetzung mit sich, ihren Talenten und ihrer Umwelt ermöglicht.

Partizipation und Beschwerde

Um die Rechte der Kinder zu sichern, nehmen wir nicht nur die Eltern sehr ernst, die im Namen ihrer Kinder Anfragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge an uns herantragen oder die Möglichkeit nutzen, Anregungen und Kritik schriftlich im Elternbriefkasten zu hinterlegen. Auch unseren Kindern geben wir Raum, ihre Beschwerden anzubringen, wenn ein Konflikt mit einem anderen Kind, mit einer Kollegin oder einer Situation besteht. Wir ermutigen sie, uns nicht nur an positiven Ereignissen teilhaben zu lassen, sondern auch Unzufriedenheit, Unmut, und Unwohlsein auszudrücken und verbalisieren zu lernen. Wir sehen die Beschwerde an sich als Gelegenheit, uns mit Situationen neu auseinanderzusetzen. Die Partizipation von Kindern und Eltern macht diesen Prozess transparent, er erhält die Zufriedenheit in der Einrichtung und macht die gute Beziehungsarbeit deutlich, die auf gegenseitiger Wertschätzung basiert.

Freispiel

In einer festgelegten Zeit findet jeden Morgen das Freispiel statt. In diesem Zeitrahmen hat jedes Kind die Gelegenheit sich Spielpartner und Spielbereiche auszuwählen. Neben einem sorgfältig ausgewählten Angebot an Altersentsprechenden Regelspielen stehen dem Kind verschiedene Spielbereiche zur Verfügung. Im Rollenspielbereich findet es die unterschiedlichsten Alltagsgegenständen, Puppen, Verkleidungsutensilien und vieles mehr. Ein gut ausgestatteter Konstruktionsbereich bietet mit den verschiedensten Materialien die Grundlage für ideenreiches und kreatives Spiel. Im Kreativitätsbereich steht das Experimentieren im Vordergrund und wird durch das Vermitteln verschiedener Techniken ergänzt. Dem Kind stehen zum Gestalten viele Materialien zur freien Verfügung (verschiedene Papierarten, Bunt- und Wachsmalstifte, Wasserfarben, Klebstoff, Schere, u.v.m.).

Erweitert wird das Freispiel durch wechselnde Angebote, die die Kinder partizipierend einbringen bzw. entsprechend der Situation oder der zur Zeit vorherrschenden Thematik Anregung und Unterstützung geben. Im Freispiel haben auch die U3 – Kinder die Möglichkeit, sich durch Imitation und Nachahmung im Rollenspiel mit dem alltäglichen Leben auseinander zusetzen. Sie erforschen mit allen Sinnen ihre Umwelt und lernen durch „begreifen“. Durch das Spiel in der Gruppe treten die Kinder miteinander in Kontakt. Dies geschieht je nach Entwicklungsstand des Kindes durch Körpersprache (Mimik, Gestik) und durch Sprache. Um einen reibungslosen Alltag zu gewährleisten gehören Regeln und Grenzen dazu. Die Kinder müssen sie erst verstehen, um sie dann akzeptieren zu können. Diese Auseinandersetzungen stärken das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Kinder. Verschiedene Aktionen werden vormittags sowie auch nachmittags ins Freispiel mit eingebunden. Dies gestaltet sich in verschiedenen Variationen wie z. B. Bilderbuchbetrachtung, Regelspiele, Kreativangebote und Sing- und Spielkreise. Damit wird die Wahrnehmung der Kinder angeregt und ihre Entwicklung grundlegend gefördert.

Kinderkonferenz und Partizipation

In allen Gruppen wird bei Entscheidungen, Neuerungen und auf Wunsch der Kinder und Erzieher eine Kinderkonferenz gehalten. Diese findet immer ihren Raum im Rahmen des täglichen Gesprächskreises. In unterschiedlicher Weise wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Wünsche an der Beteiligung zur Gestaltung ihres Alltags in der Kindertagesstätte zu äußern und an der Umsetzung beteiligt zu werden. Somit wird allen das Recht zuteil, zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzuwachsen.

Gruppe von Kindergartenkindern kindlich gemalt

Feste und Feiern im Jahreskreis

Mittels vieler unterschiedlicher Medien (Filme, Bilderbücher, Erzählungen etc.) erarbeiten wir ausführlich die religiösen Feste auf kindgerechte Weise. So wird den Kindern beim Vorbereiten und beim Feiern in der Einrichtung Brauchtum und Tradition vermittelt (Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Adventund Weihnachtszeit, Fastenzeit, Ostern etc.). Dabei werden wir zu einigen Anlässen auch von Geistlichen des Pfarrverbandes unterstützt. Zur jährlichen Karnevalsfeier können je nach Wunsch des Kindes alle verkleidet in die Einrichtung kommen. Es findet eine Feier mit einem von den Kindern und Kolleginnen gestalteten Programm statt, wobei die Bedürfnisse, vor allem der jüngeren Kinder unter drei Jahren, besonders berücksichtigt werden. Dabei wird je nach Altersstruktur das Zeitkontingent möglicherweise etwas zurückhaltender angesetzt oder die Feier weniger „effektvoll“ ausgeführt. Feste bieten auch immer wieder die Gelegenheit zum Zusammentreffen und Kennen lernen der Eltern, die sich sonst nur – wenn überhaupt – beim Bringen und Abholen der Kinder begegnen. Die traditionellen Feste mit den Eltern gemeinsam sind die Abschiedsfeier der Vorschulkinder und Herbst- oder Sommerfeste, sowie St. Martin. Neben vielen anderen Festen steht jedes Kind einmal im Jahr mit seinem Geburtstagsfest im Mittelpunkt. Es wird in seiner Gruppe durch eine Feier besonders hervorgehoben.

Die Geburtstagsfeier

Das Geburtstagsfest eines jeden Kindes wird in der Gruppe besonders gefeiert. Schon an der jeweiligen Gruppenraumtür weist ein Schild auf das Geburtstagskind hin. In den einzelnen Gruppen wird der Ablauf unterschiedlich gestaltet, aber immer so, dass jedes Kind seinen Festtag als besonderes Ereignis feiert. Die Feier enthält sowohl das gemeinsame Singen und Spielen entsprechend den Wünschen des Geburtstagskindes, als auch das Essen des Geburtstagskuchens oder anderen Leckereien. Eine besondere Regelung der Geburtstagsfeiern ist für die Marienkäfer – und Zwergengruppe getroffen worden. Diese werden mit den Kindern ab dem 2. Lebensjahr gefeiert, da sie in diesem Alter erst das Bewusstsein entwickeln, dass dies ein besonderer Tag ist, an welchem sie selber im Mittelpunkt stehen und den sie auf ihre Art und Weise genießen können.

Mit Kindern glauben – Kinderwortgottesdienste

Einer der Schwerpunkte des Bildungsauftrages ist die religiöse Erziehung. Täglich fließen religiöse Aspekte in die pädagogische Arbeit ein, die die Entwicklung der Kinder begleiten. Grundvoraussetzung um Kindern Glauben zu ermöglichen ist, dass sie den Erwachsenen glauben und vertrauen können, angenommen und aufgehoben werden. Die Persönlichkeit des Kindes sein Recht so zu sein, wie es ist und seine Einzigartigkeit steht im Vordergrund, auch bei der religiösen Erziehung. Die religionspädagogische Arbeit beinhaltet das bewusste „Miteinander leben“ auf der Grundlage christlicher Lehren. Das Sprechen von Gott in kindgemäßer Weise und mit Hilfe von Bilderbüchern, Symbolen und Geschichten werden die Verbindungen zu biblischen Geschichten geknüpft und die Grundlage zur Vermittlung christlicher Werte geschaffen. Die religiöse Erziehung zieht sich wie „ein roter Faden“ durch die pädagogische Arbeit der Einrichtung. Gebete werden von den Kindern zum Teil frei formuliert und entstehen oft aus bestimmten Situationen heraus. Auch das Feiern der kirchlichen Feste im Jahreskreis ist ein frohes Erleben von christlicher Gemeinschaft. Das erleben die Kinder nicht nur im alltäglichen Geschehen, sondern auch bei der Feier von Wortgottesdiensten so manches Mal auch in der Kirche.

Einige der Gottesdienste werden in der Einrichtung im Verlauf eines zuvor angekündigten Tages ( Aschermittwoch, Erntedank etc. ), mit der unterstützenden Katechese der Gemeindeassistentin des Kirchengemeindeverbandes gefeiert. Besondere Anlässe werden in der Kirche oder als „Openair“- Gottesdienst in der Kita mit einer kindgerechten Katechese feierlich begangen, z.B. der Abschlussgottesdienst für die Vorschulkinder. Die Teilnahme an Kleinkinderwortgottesdiensten im gesamten Jahresverlauf wird unseren Familien – bedingt durch personelle Umstrukturierungen im Pfarrverband– in den Kirchen „Zum Göttlichen Erlöser“ und in „St. Adelheid“ angeboten. Viele Eltern zeigen jedes Jahr die Bereitschaft, gemeinsam mit Eltern der Kindertagesstätte Montessori – Kinderhaus den feierlichen Wortgottesdienst an Heiligabend für die Kindergarten- und Grundschulkinder vorzubereiten. Nach Planungstreffen werden mittels Verkündigung in der Kirche und auch mit Plakatwerbung alle interessierten Familien mit Kindern dieser Altersstruktur zur Teilnahme eingeladen.

Bewegungserziehung

Bewegung gilt als angeborenes Bedürfnis. Im Gegensatz zu älteren Kindern und Jugendlichen müssen Kinder im vorschulischen Bereich nicht zu Bewegung motiviert werden, aber ihr natürlicher Bewegungsdrang benötigt den genügenden Raum und entsprechende Gelegenheiten zum Ausleben. Aus pädagogischer und medizinischer Sicht ist das Toben und Rennen – das „Sichverausgaben“- äußerst wichtig für die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder. Es unterstützt Wachstumsreize, regt das HerzKreislaufsystem an, trainiert die Muskulatur und verbessert die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit. Die Phantasie wird angeregt, Erlebtes verarbeitet und Aggressionen abgebaut. Das Wahrnehmen des eigenen Körpers mit seinen Möglichkeiten und Grenzen ist eine wichtige Erfahrung. Bewegungsbaustellen, Tanz- und Bewegungsspiele und vieles mehr bieten den Kindern auch drinnen ein abwechslungsreiches Angebot an Bewegungsmöglichkeiten.

Das Spiel im Freien

Kinder benötigen ein großes Maß an Freiheit. Freiheit zum Entdecken und Ausprobieren, zum Fehler machen und Fehler korrigieren, zum Aussuchen neuer Ziele, für ihre Neugier, Intelligenz und für ihre Gefühle.
Bewegung heißt Entwicklung, sich bewegen bedeutet vorankommen! Das Spiel im Freien ermöglicht jedem Kind seine Umwelt, angepasst an den individuellen Entwicklungsstand und Bedürfnissen, zu erforschen. Draußen kann sich jedes Kind noch mehr spüren und sich erleben. Die Entwicklung des Selbstbildes findet hier insbesondere ihren Platz. Die Kinder draußen zu Beobachten schärft zudem den Blick der Pädagogen und zeigt uns die Individualität der Kinder, an die wir mit Impulsen anknüpfen können. Das Kind ist Konstrukteur seiner Entwicklung und dieses Bild vom Kind gilt es grundsätzlich zu beachten.

Kinder brauchen Bewegung um all ihre Sinne entwickeln und ausprobieren zu können und ihren Körper in seiner ganzen Vielfältigkeit zu erleben.
Im freien Spiel können sie ihre Fantasie, Kreativität und ihre Ideen ausleben, ohne dass sie reglementiert und eingeengt werden. Dabei können sie aber sicher sein, dass ihnen, wann immer notwendig, die erforderliche Unterstützung gegeben wird. Kinder brauchen Bewegungsräume und haben Freude am Rennen, Toben und Klettern. Bewegung ist bei uns den ganzen Tag über möglich.
Mit unserem sehr großen Außengelände bieten wir den Kindern viel Bewegungsfreiraum und eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten.

Die heutige Lebenssituation der Kinder bietet ihnen häufig auf Grund beengter Wohnsituationen, fehlender Spielplätze und gefährlichem Straßenverkehr nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten ihren Freiheitssinn und Bewegungsdrang auszuleben. Deshalb ist das Spiel im Freien ein besonders wichtiges Element unserer pädagogischen Arbeit. Die Bedürfnisse der Kinder, wann und mit wem sie in unser Außengelände gehen möchten, werden ernst genommen. Draußen finden sie ihre Rückzugsräume, in denen sie selbständig die ideenreichsten und spannendsten Spiele entwickeln können.

In der warmen Jahreszeit verlagern wir viele Angebote ins Freie (Frühstück, Kreativangebote, Matsch- und Wasserspiele, Kreisspiele u.v.m.). Unsere „Matschanlage“ ist bei allen Kindern ein beliebtes Spielfeld. Allein an der Matschbahn können die Kinder so vielfältig ganzheitliche Erfahrungen sammeln. Sie ist ein Erlebnisfeld für Materialerfahrung und naturwissenschaftliche Erfahrungen (z.B. Taktile Wahrnehmung – Wasser ist kalt oder warm, Physikalische Bildung: das Wasser fließt den Berg hinab, es gibt ggf. eine Strömung oder Barriere etc.).

Körperliche Betätigungen sind für uns alle eine gute Möglichkeit, einen Ausgleich zu schaffen, Verkrampfungen und Stress abzubauen. Im eigenen Ermessen wird den Kindern die Möglichkeit gegeben ihren körperlichen Bedürfnissen und Ausgleichen gerecht zu werden. Aufgrund der vielseitigen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten, kann jedes Kind angepasst an seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten sich selbst erproben und ausprobieren.

Die Natur in allen Jahreszeiten erleben und erfahren zu können ist auch eine sehr wichtige Erfahrung. Schnee, Wind und Regen sind also für das Spiel im Freien kein Hinderungsgrund. Unsere Beobachtungen was die Kinder interessiert und ihnen Freude macht, nehmen wir in unsere Arbeit mit auf.

Ebenso können auch die U3 – Kinder ihre Erfahrungen auf dem eigens für sie ausgestatteten und sicher abgegrenzten Außengelände machen. Hier in ihrem Bereich haben die Kinder in sicherer Umgebung viel Bewegungsfreiheit und die Möglichkeit vielfältige Bewegungserfahrungen zu machen und mit der Natur in Berührung zu kommen. Die Kinder können zum Beispiel beim Spiel im Sandkasten Materialerfahrungen mit dem Material Sand sammeln. Oder eine Veränderung der Konsistenz, wenn Wasser hinzugefügt wird. Ebenso könnte man mit feuchtem Sand sehr gut mit Hilfe von Förmchen oder einer Schippe einen Kuchen fürs Rollenspiel backen oder vielleicht einen Turm bauen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wie Kinder sich im Spiel „verlieren“.

Je nach Entwicklung und Wunsch des Kindes ist eine von der Fachkraft begleitete Erkundung und Nutzung des gesamten Außengeländes mit seinem umfangreichen Bewegungsangebot möglich. In engem Kontakt zwischen Fachkraft und Kind wird das Außengelände jenseits des Törchens erforscht und entdeckt. Meist passiert dies erst ab 2 Jahren, da die Kinder vorher die Sicherheit ihres eigenen geschützten Bereiches bevorzugen.

Exkursionen

Ausflüge in die nähere und auch weitere Umgebung ergänzen die pädagogische Arbeit der Einrichtung.
Ausflüge finden je nach Anlass und Wunsch der Kinder statt. Die Personalsituation darf dabei nicht unbeachtet bleiben.
An der frischen Luft zu sein und das bei fast allen Wetterbedingungen wird auch bei den „U 3 – Kindern auf Spazierfahrten bzw. Spaziergängen in kleiner und großer Runde um den Kindergarten ermöglicht. 2 große 6-Sitzer Kinderwagen und eine etwas kleiner Ausstattung mit 4 Plätzen stehen für Erkundungen zur Verfügung. Die vorhandenen Verdecke bieten zum einen Sonnenschutz und auch Wind- und Regenschutz.

Sprachförderung

Die Förderung des Kindes in der Entwicklung seiner Sprach- und Ausdrucksfähigkeit spielt in der Umsetzung des Bildungsauftrages eine nicht unerhebliche Rolle. Das Kind findet im pädagogisch tätigen Personal zuverlässige Kommunikationspartner. Dadurch wird eine wichtige Grundlage geschaffen zur Steigerung der Ausdrucksfreude und auch für die Fähigkeit des Zuhörens. Wir bieten den Kindern umfangreiche Möglichkeiten, die den Spracherwerb und somit die Sprachkompetenz Alltagsintegriert anzuregen und zu fördern. Im Tagesablauf ergibt sich eine Vielfalt von kommunikativen Situationen. Erzählen und Vorlesen oder Darstellendes Spiel sind dazu ebenso notwendig, wie dem Kind ausreichend Zeit und Raum zu geben, seine Interessen mit selbst gewähltem Spielpartner zu verfolgen und Erfahrungen zu sammeln. Den Kindern wird eine Gesprächsatmosphäre geboten, die sie ermuntert, eigene Vorstellungen zu entwickeln, entsprechend Ziel gerichtet zu handeln und dies zu kommentieren. Im Laufe der Entwicklung entdecken die Kinder Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Dingen, Tätigkeiten oder Menschen, benennen diese oder fragen nach und kommentieren ihre Handlungen und Spiele. Die gute Beziehung zwischen den Kindern und den Erwachsenen in der Einrichtung fördert den Dialog und ermöglichen die Akzeptanz von unter- schiedlichen Einstellungen und Meinungen. Somit wird der konstruktive Umgang mit Konflikten als ein unabdingbarer Bestandteil der Lebensrealität geübt und mit den Kindern gemeinsam umgesetzt. Die Kinder erfahren, dass ihnen zugehört wird und erweitern ihre Kompetenzen in der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit. Sowohl innerhalb der Einrichtung, als auch auf unserem großzügig gestalteten Außengelände sind Bedingungen geschaffen worden, die zu Kommunikation einladen. Unter anderem erweitern Spiel- und Kletteranlagen, Hecken zum Verkriechen und Sitzgarnituren sowie Bewegungsspiele die Spiel- und Kommunikationsfähigkeit, da sich die Kinder organisieren und verständigen müssen. Mit viel Freude und Begeisterung werden gezielte Sprachförderprojekte angenommen, so z.B. das „Sprechzeichnen“ als ein Projekt der „Vorschulkinder“ eines jeweiligen Kindergartenjahres. Dabei werden Sprache und Bewegung in Verbindung gebracht. Mittels detaillierter und wissenschaftlich erarbeiteter Diagnosebögen(BaSik), wird der Sprachstand des Kindes regelmäßig dokumentiert. Wenn ein zusätzlicher Förderbedarf festgestellt wird, wird ein individuelles Förderkonzept, meistens mit Unterstützung der Logopädin erarbeitet.

Unsere Vorschulkinder

Der gesetzlich verankerte Bildungsauftrag begleitet alle Kinder während ihrer Kindergartenzeit. Alle Fähigkeiten der Kinder, die grundlegend für ihre Entwicklung sind und somit zu ihrer Schulfähigkeit führen, werden gefördert.
Die Vorfreude der Kinder, zu der Vorschulgruppe zu gehören ist sehr groß und fördert unter anderem das Selbstbewusstsein der Kinder. Das jährliche Vorschulprojekt findet gruppenübergreifend statt und der Name der Gruppe wird von den Kindern gewählt. In diesem Jahr nennen sich unsere Vorschulkinder nach einer internen Abstimmung „die Vorschulzebras“.
Vorschulisches Lernen ist ganzheitliches Lernen und es ist geprägt von Spiel und spielerischem Entdecken und Forschen. Das ganzheitliche Lernen inkludiert jedes Kind in seiner Einzigartigkeit, mit all seinen Stärken und Schwächen. Das Bewusstsein zu fördern, dass jeder Mensch unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt, liegt uns auch in der Vorschularbeit sehr am Herzen. Regeln der Gerechtigkeit und Individualität jedes Kindes unterstützen die zuvor genannte Förderung. Die Herangehensweise des Lernens weckt das Interesse an Neuem und eröffnet den Kindern die Möglichkeit viel Spannendes zu entdecken. Dies entspricht den entwicklungsbedingten Lernmöglichkeiten der Kinder und ist eine grundlegende soziale und emotionale Kompetenz.

Auch in kleinen Gruppenerfahrungen machen die Kinder wichtige Lebenserfahrungen (Konflikte lösen, gemeinsam spielen und Spaß haben, Konfrontation mit Herausforderungen der verschiedensten Art etc.), die sie auf zukünftige Klassengemeinschaften vorbereiten.
Hauptsächlich im letzten Kindergartenjahr haben wir für die „Großen“ besondere Angebote:

  • Altersentsprechend anspruchsvollerer Spiele werden eingesetzt, ausgerichtet auf die individuellen Entwicklungsstände
  • Besondere Angebote und Aufgaben, die Anreize im Hinblick auf die Schule bieten
  • Anregungen zum Rollen- und Theaterspiel wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen aus und regen die Fantasie und Kreativität an
  • Mengen zu erfassen, wird durch Würfel- und Zahlenspiele, Kartenspiele und spezielle Mengen- und Zahlenübungen nahe gebracht
  • Besuche in den örtlichen Grundschulen
  • Projekte zu unterschiedlichen Themen mit entsprechenden Exkursionen (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Flughafen, Feuerwehr, Museum, uvm.)

Die besonders gestaltete Abschlussfeier gibt den feierlichen Rahmen für den Abschied vom Kindergarten.

Gruppenübergreifende Projekte und Angebote

Hauptsächlich mit den Vorschulkindern werden Gruppenübergreifende Projekte durchgeführt. Verschiedene Themenbereiche werden hier Altersentsprechend erarbeitet und teilweise mit Exkursionen erweitert. Mit besonderer Vorfreude werden von den Kindern die Einheiten zu wechselnden Themen wie Brandschutzerziehung, Feuerwehr, Erste Hilfe, Verkehrserziehung, Museum, musikalisch-rhythmische Einheiten, Theater u.v.m. erwartet. Bei der Erarbeitung der Themenbereiche kommen die Kinder im Wechsel mit fast allen Kolleginnen der Einrichtung zusammen, was eine wichtige Erfahrung für die Schule bedeutet. Sie sind neugierig und entsprechend gestärkt und stabil im Zeitweisen Umgang mit wechselnden Bezugspersonen. Sie können sich aus der Gruppe lösen und wollen ihr Handlungsrepertoire und ihr Selbstbewusstsein erweitern und festigen. Der Wechsel von Räumlichkeiten bedeutet keine Verunsicherung für das geübte Kind. Auch für alle anderen Kinder bietet der Kindergartenalltag Raum für Gruppenübergreifendes Spiel. So dürfen nach Absprache mit den Kolleginnen Kinder jeder Gruppe eine andere Gruppe besuchen. Zudem treffen sich die Kinder zum gemeinsamen Spiel im Flur der Einrichtung und bei entsprechendem Angebot auch zum Tanz, Sport und Spiel in der Turnhalle. Treffen in der Turnhalle, um mit allen Kindern und Kolleginnen Feste vorzubereiten ( gemeinsam Lieder singen, beten und Darbietungen vortragen ), finden regelmäßig statt.

Portfolio

Die erste Frage, die sich wahrscheinlich stellt, ist: was ist ein Portfolio? Diese Frage ist sowohl einfach als auch schwierig zu beantworten. Die Pädagogen werden viele Sichtweisen und Vorschläge dazu einbringen können. Aus Sicht der Kinder ist es tatsächlich viel einfacher. Für die Kinder ist ein Portfolio ein individuell angelegter Ordner, in der folgendes gesammelt wird: Bilder, Bastelarbeiten, Fotografien und Dokumentationen von Alltags- und Projektsituationen oder besonderen Momenten. Portfolio bedeutet: lernen sichtbar machen!

In einem Punkt werden sowohl Kinder als auch Pädagogen sich einig sein: das Portfolio ist Eigentum des Kindes, sodass dieses darüber entscheiden kann, wer sich das Portfolio anschauen darf und was in das Portfolio einsortiert wird. Der Kerngedanke oder das Ziel ist es, dass das Kind sich selbstwirksam erlebt und sich durch das Portfolio selbst ausdrücken kann. Das Portfolio soll den Entwicklungsprozess des Kindes dokumentieren. Durch das Portfolio setzt das Kind sich gedanklich und emotional mit folgenden Themen auseinander: seiner Identität, seinem eigenen Können und seinen Fähigkeiten, seinen Interessen und Wünschen und mit besonderen Erlebnissen und Ereignissen.
Durch die konkrete Beteiligung am Prozess, erlebt das Kind sich als selbstwirksam. Jeder Mensch lernt in seinem eigenen Tempo und jeder hat Stärken und Schwächen. Durch die Dokumentation kann man anschaulich und wertschätzend Entwicklung verdeutlichen und den individuellen Lernweg nachvollziehbar festhalten. Es geht hier nicht um eine Bewertung oder einen Vergleich. Jedes Portfolio ist die persönliche „Erinnerungsmappe“ an die vergangenen Tage, Monate oder Jahre.

Das Portfolio ist ein Medium der Kommunikation. Es knüpft Beziehungen und bietet Gesprächsanlässe zwischen dem Kind und seiner Biografie, aber auch zu seinen Eltern, zu Erzieherinnen und zu anderen Kindern. Die Arbeit am Portfolio ist Bildungsarbeit. Sie benötigt Zeit und Ressourcen.

Unsere Portfolioarbeit beinhaltet aktuell folgendes:

  • Jedes Kind sucht sich einen Ordner in seiner Lieblingsfarbe aus. Der Ordner wird von der Einrichtung bestellt und bezahlt.
  • Die Ordner werden von den Kindern mit Namen und ggf. mit Gruppenzeichen oder Aufklebern bestückt, damit die Kinder ihren eigenen Ordner schnell und eigenständig finden.
  • Die Bilder, Bastelarbeiten etc. kommen in Klarsichthüllen in den Ordern, um eine Langlebigkeit zu erhalten.
  • In jedem Ordner ist vorn ein kindgerechter Spiegel in DIN A4 eingeklebt. So können die Kinder Ihr Spiegelbild betrachten, um den Ist Stand oder eine optische Veränderung (welche regelmäßig überprüft werden) wahrzunehmen.
  • Je nach Altersgruppe gibt es verschiedene Vorgaben, auf die sich das Team verständigt hat, z.B. „so groß bin ich“ ist eine Schnur, die am Anfang der Kindergartenzeit die Größe des Kindes abdeckt. Am Ende der Kindergartenzeit oder beim Wechsel von den U Gruppen in die Ü Gruppen gibt es nochmal eine Schnur, damit ein Vergleich eindrücklich darstellbar ist. Alle weiteren Vorgaben sind unter dem Punkt Inhaltsverzeichnis entsprechend der Altersklasse dokumentiert.
  • In den Ü3 Gruppen sind die Ordner in einem Portfolioschrank tagsüber jederzeit für die Kinder erreichbar und sichtbar. In den U3 Gruppen sind die Ordner über die Kollegen für die Kinder zu erreichen.
  • Wertschätzende Briefe, in denen die Erzieher die beobachteten Lernerfahrungen in eine Botschaft für das Kind umwandelt, drücken Sympathie, Anerkennung und Ermutigung aus
  • Die Eltern können sich beteiligen und ihrem Kind einen persönlichen Brief mit ihren Wünschen für die Kindergartenzeit einkleben.
  • Und vieles mehr….

Unser Portfolio lebt von einem gegenseitigen Austausch.

Wir als pädagogisches Team haben uns für den Anfang auf diesen Weg geeinigt. Natürlich werden wir mit den Kindern und Eltern evaluieren, was gut und was schlecht ist. Wie heißt es so schön: der Weg zeigt sich beim Gehen.

Aktuell sind wir unglaublich stolz auf die bisherigen Ergebnisse und freuen uns auf den Weg.